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HeideErlebnispfad (Schillohsberg)

Rubrik:Wanderparadies Südheide
Start:Parkplatz Schillohsberg
Ziel:Parkplatz am Schollohsberg
Länge:2,24 km
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.

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Informationen zur Tour

Auf dem 2,2 Kilometer langen Heide-Erlebnispfad „Schillohsberg“ lassen sich einige offensichtliche und verborgene Wunder der Natur entdecken. Die verschiedenen Stationen entlang des Weges gewähren interessante Einblicke in die Geschichte dieser Jahrtausende alten Kulturlandschaft. Die Heidelandschaft am Schillohsberg ist Teil des Naturschutzgebietes „Heideflächen mittleres Lüßplateau“. Neben Heide und Kiefernwald fällt der durch einstige Waldbeweidung aufgelichtete Hutewald auf, der sich durch die ausladende und oft skurrile Wuchsform licht stehender Einzelbäume auszeichnet.

Wanderer auf dem Heide-Erlebnispfad Schilohsberg

Wanderer auf dem Heide-Erlebnispfad Schilohsberg

Die Wandertour beginnt am Parkplatz „Schillohsberg" an der Kreisstraße 17. Die erste Station (1) entlang des Weges erläutert die Landschaftsgeschichte nach dem Ende der Eiszeit. Die Bewirtschaftung durch den Menschen, die in der Heidebauernwirtschaft der letzten Jahrhunderte ihren Höhepunkt fand, führte zur Ausbreitung der Heide auf Kosten des ursprünglich vorhandenen Waldes. Neben der Haltung von Heidschnucken spielte auch die Imkerei für die Landbevölkerung eine wichtige Rolle.

An der zweiten Station (2) bietet ein Bodenprofil Einblick in den sandigen Untergrund der Heidefläche. Hier ist ein typischer Podsol-Boden zu sehen, der sehr nährstoffarm ist und besonders durch seinen hellen Bleichhorizont auffällt.

Wie die wellige Landschaft der Südheide durch den Einfluss der eiszeitlichen Gletscher, durch Wind und Wasser geformt wurde, erläutert die nächste Station (3). Nach dem Rückzug der Gletscher erfolgte allmählich die Wiederbewaldung und als der Mensch gegen Ende der Steinzeit sesshaft wurde, drängte er den Wald durch Rodungen wieder zurück.

Die vierte Station (4) handelt vom Niedergang der Heidebauernwirtschaft, als die Heide großflächig übernutzt wurde und vegetationsfreie Sandflächen ungeschützt den Einflüssen von Wind und Wasser ausgesetzt waren. Groß angelegte Aufforstungen mit Kiefern einerseits und der Einsatz von Mineraldünger auf den Feldern andererseits veränderten seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Landschaftsbild aufs Neue.

Die fünfte Station (5) erläutert die aktuelle ökologisch nachhaltige Waldbewirtschaftung. Angestrebt werden heute naturnahe artenreiche Mischwälder aus Eichen, Buchen, Kiefern und Birken. Die verbliebenen Heideflächen sind sowohl von hoher ökologischer als auch kulturhistorischer Bedeutung und werden durch gezielte Pflegemaßnahmen erhalten.

Die letzte Station (6) stellt den Mistkäfer als unscheinbaren Bewohner der Heidelandschaft vor. Er nutzt den Heidschnuckenkot als Nahrung für seine Larven und vergräbt ihn im Boden. Damit gelangen in geringem Maße Nährstoffe in den kargen Heideboden.

Der Mistkäfer

Der Mistkäfer

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