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Jakobusweg Tagesetappe 04 Bergen-Hermannsburg
| Rubrik: | Pilgerweg, Eintagestour |
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| Start: | St. Lamberti-Kirche in Bergen |
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| Streckenverlauf: | Wohlde, Dohnsen, Siddernhausen, Barkhof, Landhaus Hof Grauen |
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| Ziel: | Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg |
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| Länge: | 13,73 km |
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| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. Der Jakobusweg Lüneburger Heide ist ausgeschildert mit einer gelben Muschel auf blauem Grund. "Die Nase" der Muschel zeigt an, in welche Richtung man gehen muss. |
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| Kartenmaterial: | KVPlan: Celler Land und Oberes Örtzetal, 1:60.000, 2. Auflage |
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Informationen zur Tour
Diese Pilgeretappe führt die Pilger wie im Mittelalter zu dem ehemaligen Wallfahrtsort Wohlde vorbei an Hügelgräbern und einem Großsteingrab bei Siddernhausen in den Missionsort Hermannsburg.

Hügelgrab Wohlde ©wikipedia.org
In Bergen sollten sich die Pilger etwas Zeit nehmen, um die "St. Lamberti-Kirche" und das "Heimatmuseum Römstedthaus" mit der "Zehntscheune" zu besichtigen. Dort können Sie sich auch ihren Stempel abholen.
Die "St. Lamberti-Kirche" ist eine verlässlich geöffnete Kirche, sie ist während des Sommerhalbjahres geöffnet. Sie hat einen für Heidekirchen typisch freistehenden hölzernen Glockenturm. Die älteste Glocke (Dreikönigsglocke) stammt aus der Zeit um 1500 und befindet sich in einem eigenen Dachreiter. Die klassizistische Saalkirche wurde 1826 erbaut. Es handelt sich um einen dreischiffigen Bau mit heruntergezogenen Decken über den Emporen, der 1900 nach Osten erweitert wurde.
In dem rund 350 Jahre alten und im Originalzustand erhaltenen "Heimatmuseum Römstedt Haus" in Bergen können die Pilger die ländliche Lebensweise erfahren und in der Zehntscheune die archäologische Ausstellung mit den Funden aus der Region sowie die noch erhaltene Tür der ehemaligen Wohlder Wallfahrtskapelle, dem "Waldkirchlein", besichtigen.
Vom Heimatmuseum führt die Pilgertour vorbei an der privaten Pilgerunterkunft von Stephan Brummack, "Deichend 14".
Nach der Bahnüberquerung biegen die Pilger rechts ab "An der Bahn" und dann links in den "Kampweg". Am Ende des "Kampweges" führt die Pilgerroute entlang des Trimmpfades durch ein kleines Wäldchen. An der Straße angekommen, biegen die Pilger rechts ab und folgen dem geteerten Wirtschaftsweg.
Links in dem Wäldchen fallen dem genauen Betrachter die vielen kleinen Hügel auf. Hier befindet sich ein beeindruckendes über 4000 Jahre altes Grabhügelfeld. Informationstafeln geben Auskunft über die Geschichte dieser besonderen Bestattungsart. Das Gräberfeld war früher viel größer und reichte an den Ort Wohlde heran. Noch zur Sachsenzeit hatte dieser bewaldete große Friedhof als "Heiliger Hain" eine besondere Bedeutung. Und im Zuge der Christianisierung entstand dort in dem heutigen Ort Wohlde, eine Wallfahrtskirche.
Um zur ehemaligen Wallfahrtskirche zu gelangen, biegen die Pilger nach rechts ab in Richtung des ehemaligen Wallfahrtsortes Wohlde. Überqueren Sie die Landstraße und biegen Sie dann wieder links in den Ort. Gegenüber dem "Schandpfahl" befindet sich an dem ehemaligen Standort der Wallfahrtskirche eine Informationstafel, die über die Geschichte dieses Wallfahrtortes berichtet. Von dort können sich die Pilger im Wohlder "Cafe-Stübchen" ausruhen und sich Ihren Stempel abholen.
Weiter geht die Pilgertour auf dem "Hünenburger Weg" und an der nächsten Kreuzung biegen die Pilger nach links Richtung Dohnsen ab.
In Dohnsen folgen die Pilger der Ausschilderung zum Großsteingrab.
Das rekonstruierte Großsteingrab bei Dohnsen-Siddernhausen entstammt der jüngeren "Trichterbecherkultur" (3.300 - 2.700 v. Chr.). Die Grabanlage wurde nach ihrer Ausgrabung etwa 500 m von der Fundstelle mit den Originalsteinen wiederhergestellt. Nach Besichtigung des von seiner Größe beeindruckenden Großsteingrabes biegen die Pilger vor Siddernhausen nach rechts ab Richtung Hermannsburg – "Hof Grauen". Auf dem "Dohnsener Weg" geht es weiter geradeaus zum Landhaus "Hof Grauen". Nach der Überquerung der Landstraße können sich die Pilger im Landhaus "Hof Grauen" für den letzten Etappenabschnitt stärken und sich Ihren Stempel abholen.
Von dort aus folgen die Pilger der Beschilderung nach Hermannsburg: an der nächsten Weggabelung links und dann auf der Straße rechts bleiben. Oben auf dem "Winkelberg" haben die Pilger noch mal einen schönen Ausblick auf Hermannsburg mit seinen vielen Kirchtürmen. Kurz vor Hermannsburg gibt es noch ein Hinweis-Schild "Hustedt-Kreuz". Dieser Weg führt zu der Stelle, wo der Hermannsburger "Pastor Hustedt" am 06. Mai 1945 überfallen und ermordet wurde.
In Hermannsburg folgen die Pilger der Hauptstraße durch den Ort Richtung Unterlüß zum "Ludwig-Harms-Haus", welches Pilgerherberge und Stempelstelle zugleich ist.

Ludwig Harms Haus Hermannsburg

Pilgerer auf dem Jakobusweg bei Bergen
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