| Rubrik: | Pilgerweg, Eintagestour |
|---|---|
| Start: | Hotel Hartmann in Wietzendorf |
| Streckenverlauf: | Wardböhmen, Dageförde, Hagen |
| Ziel: | St. Lamberti-Kirche in Bergen |
| Länge: | 17,87 km |
| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. Der Jakobusweg Lüneburger Heide ist ausgeschildert mit einer gelben Muschel auf blauem Grund. "Die Nase" der Muschel zeigt an, in welche Richtung man gehen muss. |
| Kartenmaterial: | Kartenmaterial ist erhältlich. KVPlan: Celler Land und Oberes Örtzetal, 1:60.000, 2. Auflage |
Tourabschnitt über Wietzendorf, Wardböhmen, Dageförde und Hagen nach Bergen. Sie wandern durch reizvolle Moor- und Waldlandschaft. Die "St. Lamberti-Kirche" in Bergen gehört zu den Heidekirchen und hat den typisch freistehenden hölzernen Glockenturm.

Fachwerk Bergen
In dem staatlich anerkannten Erholungsort Wietzendorf können die Pilger in der Pilgerherberge "Hotel Hartmann" übernachten.
Die Pilgerreise beginnt mit einem Besuch der Kirche, die den Namen "St. Jakobi" trägt und an den Apostel "Jakobus" erinnert, dem Schutzpatron der Pilger (seit 1231 befindet sich eine Kirche in Wietzendorf). Das Taufbecken aus Bronze (ca. 1350) ist das älteste Ausstattungsstück der Kirche.
Den Stempel bekommen die Pilger entweder in der Kirche, die zu den "verlässlich geöffneten Kirchen" (während des Sommerhalbjahres geöffnet) gehört, oder im Rathaus.
Nach der Besichtigung der Kirche folgen die Pilger der Fahrradausschilderung links Richtung Wardböhmen. Nach der Überquerung der Bahnschienen führt die Pilgertour auf Feldwegen vorbei an Wiesen in das Naturschutzgebiet "Großes Moor". Dieser Abschnitt der Pilgerreise ist landschaftlich sehr reizvoll und auch interessant, da man direkt entlang der Moorlandschaft geführt wird. Informationstafeln auf dem Moor-Feuchtwiesenlehrpfad geben Auskunft über die besonderen Pflanzen und Tiere. Auf einer Aussichtskanzel kann man die verschiedenen Vögel beobachten.
Der weiter Wegverlauf führt die Pilger an eine befestigte Straße. Diese müssen Sie sowie auch die Bahnschienen überqueren. Danach biegen Sie rechts ab. Nun führt die Pilgertour entlang der Bahnschienen auf einem sandigen Waldweg, der immer wieder Blicke in die offene Landschaft eröffnet.
In Becklingen geht die Pilgertour nicht in den Ort hinein, sondern kurz vor den Bahnschienen führt die Pilgertour links entlang der Bahn durch den Wald. Vom Waldweg gelangen die Pilger direkt auf ein großes Feld. Nun ist Aufmerksamkeit geboten. Die Tour geht nicht rechts zu den Bahnschienen, sondern verläuft links und dann leicht rechts um das große Feld herum an einem Hof vorbei. Dieser Weg führt die Pilger wieder über die Bahnschienen auf einer geteerten Straße rechts nach Wardböhmen.
In dem idyllischen Bauerndorf biegen die Pilger nach links in Richtung Nindorf / Dageförde. Nun geht es auf gut ausgebauten (geteerten) Wirtschaftswegen durch Felder und Wiesen nach Dageförde. In Dageförde biegen die Pilger rechts ab und kommen dann an eine größere Straße. Diese überqueren Sie und erreichen eine kleine Anhöhe, ungewöhnlich für die sonst eher flache "Lüneburger Heide". Hier handelt es sich um einen Endmoränenhügel. Oben angekommen folgen die Pilger der Fahrradbeschilderung nach links Richtung Nindorf und dann nach ca. 300 m biegen Sie von der Straße rechts ab Richtung Hagen.
In Hagen angekommen müssen die Pilger erst links und dann gleich rechts abbiegen. Diese Straße führt Sie immer geradeaus nach Bergen. In Bergen kommen die Pilger an die große Hauptstraße, die Sie überqueren müssen um zur "St. Lamberti-Kirche" und dem "Heimatmuseum Römstedt-Haus" zu kommen, wo Sie ihren Stempel bekommen können.
Die "St. Lamberti-Kirche" ist eine verlässlich geöffnete Kirche, d.h. sie ist während des Sommerhalbjahres geöffnet. Sie hat einen für Heidekirchen typisch freistehenden hölzernen Glockenturm. Die älteste Glocke (Dreikönigsglocke) stammt aus der Zeit um 1500 und befindet sich in einem eigenen Dachreiter. Die klassizistische Saalkirche wurde 1826 erbaut. Es handelt sich um einen dreischiffigen Bau mit heruntergezogenen Decken über den Emporen, der 1900 nach Osten erweitert wurde.
In dem rund 350 Jahre alten und im Originalzustand erhaltenen "Heimatmuseum Römstedt Haus" in Bergen können die Pilger die ländliche Lebensweise erfahren und in der "Zehntscheune" die archäologische Ausstellung mit den Funden aus der Region besichtigen.
Übernachten können die Pilger privat bei "Stephan Brummack", Deichend 14, der selbst schon zweimal nach Santiago de Compostella gepilgert ist: einmal von Braunschweig aus (Dauer: 5 Monate) und dann von der deutschtschechischen Grenze in der Oberpfalz (6 Monate).

Idyllische Natur

Feld und Wiesen
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Urheber: Tourismus Region Celle GmbH