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Jakobusweg Tagesetappe 06 Eschede-Wienhausen

Rubrik:Pilgerweg, Eintagestour
Start:Deutsches Haus in Eschede
Streckenverlauf:Habighorst, Burghorn, Beedenbostel, Lachendorf, Oppershausen
Ziel:Kloster in Wienhausen
Länge:25,37 km
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert. Der Jakobusweg Lüneburger Heide ist ausgeschildert mit einer gelben Muschel auf blauem Grund. "Die Nase" der Muschel zeigt an, in welche Richtung man gehen muss.
Kartenmaterial:KVPlan: Celler Land und Oberes Örtzetal, 1:60.000, 2. Auflage

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Informationen zur Tour

Der Pilgerweg führt von Eschede, entlang der "Aschau", über Habighorst, Burghorn, Beedenbostel, Lachendorf, Oppershausen bis Wienhausen. Das Zisterzienserinnenkloster, das heute wohl bekannteste der sechs Lüneburger-Heide Klöster, ist immer einen Besuch wert.

Pilgern in der Region Celle

Eschede ist eines der alten Kerndörfer der Region, schon 1065 in einer Urkunde als "villa esge" erwähnt. Hier bekommt man den Stempel unter der Woche im Rathaus und am Wochenende findet man den Stempel in einem Kasten an der "St. Johanniskirche", da diese nur nach Voranmeldung beim Pfarramt Eschede: Tel. 05142 / 802 zu besichtigen ist.

Übernachten kann man in der Pilgerherberge "Hotel Deutsches Haus".
Von Eschede geht die Pilgertour nach Habighorst (gegenüber dem "Deutschen Haus") auf einem kleinen Pfad entlang der Aschau. Hinter den Klärbecken biegt der Weg links ab und führt bis zum "Habighorster Weg". Dann führt die Pilgertour ca. 600 m an der wenig befahrenen Straße entlang und biegt dann rechts in einen Feldweg ab zum ehemaligem Rittergut. Hinter dem Rittergut biegen die Pilger links in den "Mühlenweg" und rechts auf den "Schulweg" nach Habighorst ein. Die Pilgertour führt durch Habighorst an der Aschau entlang nach Burghorn. Kurz vor Burghorn befindet sich auf der rechten Seite eine Erhebung: der "Galgenberg".
Dort, am "Hamburger Weg", dem alten "Fuhrmannsweg", wurden die in der Amtsvogtei Beedenbostel Verurteilten weithin sichtbar am Galgen aufgehängt.

Von Burghorn geht es links auf einem gut ausgebauten Waldweg, der in einen asphaltierten Wirtschaftsweg nach Beedenbostel übergeht (ca. 6 km). In Beedenbostel biegen die Pilger links ab in die "Celler Straße". Diese gehen Sie geradeaus weiter bis zur Kirche auf der rechten Seite.
Die "Martinskirche" in Beedenbostel trägt ihren Namen von "Martin Tours", der seine Habe mit den Armen teilte. Die jetzige Kirche, die dritte an diesem Ort, wurde 1735 erbaut. Der Altaraufsatz, eine flämische Schnitzarbeit mit über 30 figürlichen Darstellungen der "Kreuzigung Christi" kam vermutlich 1569 aus der "Celler Stadtkirche" nach Beedenbostel. In den Fenstern befinden sich die Darstellungen der 12 Apostel, an der Westseite 3 Bilder von 1677. Eine Opfertruhe stammt von 1586. Die Besichtigung der Kirche ist nur nach vorheriger Anmeldung: Pfarramt Beedenbostel: "Pastor Gottschalk": Tel.: 05145 / 8258 möglich.

Von Beedenbostel verläuft die Pilgertour auf einem kleinen Pfad entlang der Lachte und der Eisenbahnschienen in den alten Ortskern von Lachendorf. Lachendorf ist bekannt durch die "DREWSEN Papierfabrik". Die Papiermacherkunst hat hier Tradition und reicht zurück bis in das Jahr 1538.
Von Lachendorf pilgert man von der "Ahnsbecker Straße" über den "Rehrkamp" und den "Westerkampsweg" durch den Wald bis nach Oppershausen.

Sehenswert in Oppershausen ist die "Maria-Magdalenen-Kapelle": Die hölzerne Säule, welche die Kanzel trägt, das hölzerne Kruzifix, der Opferstab, die Orgel und der Kronleuchter stammen aus der Entstehungszeit. Besonders beeindruckend ist die Deckenbemalung: ein Wolkenhimmel. Die Kapelle ist aber nur nach vorheriger Anmeldung bei der Kirchengemeinde Wienhausen: Tel.: 05149 / 347 zu besichtigen.

Von Oppershausen geht es dann durch den historischen Ortskern von Wienhausen, an der Mühle entlang zur "St. Marien Kirche" und zum "Kloster Wienhausen". Die "St. Marien Kirche", bereits in den Jahren 1051 und 1057 urkundlich erwähnt, eine einschiffige Kirche romanischen Baustils, war für lange Zeit die "Mutterkirche" für die umliegenden Gemeinden. Nach einem umfassenden Umbau (1701-1710) erhielt die Kirche ihre heutige barocke Gestalt im Inneren. Bis vor etwa 200 Jahren fanden in der Kirche Begräbnisse statt. Davon zeugen die Grabplatten in den Gängen. Vor dem Altar im Chorraum wurde 1532 der letzte katholische Herzog Celles, "Heinrich der Mittlere von Braunschweig-Lüneburg", bestattet. Sein Sohn, "Herzog Ernst der Bekenner", führte im Celler Land die Reformation ein.
Die "St. Marienkirche" ist nicht immer geöffnet und nur nach telefonischer Vereinbarung bei der Kirchengemeinde Wienhausen zu besichtigen: 05149 / 347.

Das "Kloster Wienhausen" wurde um 1230 von "Agnes von Landsberg", einer Schwiegertochter "Heinrichs des Löwen", als Zisterzienserinnenkloster gegründet und beherbergt in seinen Sammlungen einige Pilgerzeichen. Mit seiner unvergleichlichen Fülle an verbliebenen mittelalterlichen Kunstwerken, den gotischen Truhen und Schränken, den ältesten Brillen, den zahlreichen schriftlichen Quellen im Archiv sowie den berühmten und wertvollen Bildteppichen aus dem 14. und 15. Jahrhundert ist das "Kloster Wienhausen" heute das wohl bekannteste von den sechs Heideklöstern. Aus der materiellen wie kulturellen Blütezeit des 14. Jahrhunderts stammen die wichtigsten der heute noch erhaltenen Gebäude: der Nonnenchor, der Westflügel der Klausur, die Allerheiligenkapelle; bedeutende Beispiele der norddeutschen Backsteingotik. Im Kloster bekommen die Pilger ihren Stempel, Tel.: 05149 / 18660.

In der Pilgerherberge "Im Haus der Stille" bei "Frau Meinecke", "Lange Straße 47", können die Pilger übernachten und die gewonnenen Eindrücke von der Pilgerreise in Ruhe auf sich wirken lassen.

Kloster Wienhausen

Marienkirche Wienhausen

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