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Jakobusweg Region Celle
| Rubrik: | Pilgerweg, Mehrtagestour |
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| Start: | Soltau |
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| Streckenverlauf: | Suroide, Wietzendorf, Bergen, Hermannsburg, Eschede, Lachendorf, Wienhausen, Altencelle, Celle, Winsen (Aller), Wietze, Lindwedel, Mandelsloh |
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| Ziel: | Mariensee |
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| Länge: | 185,58 km |
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| Beschilderung: | Die Tour ist ausgeschildert. Der Jakobusweg Lüneburger Heide ist ausgeschildert mit einer gelben Muschel auf blauem Grund. "Die Nase" der Muschel zeigt an, in welche Richtung man gehen muss. |
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| Kartenmaterial: | KVPlan: Celler Land und Oberes Örtzetal, 1:60.000, 2. Auflage |
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| Besondere Hinweise: | Genauer Streckenverlauf:
Soltau, Tiegen, Südsee Camp, Wietzendorf, Becklingen, Wardböhmen, Bergen, Siddernhausen, Dohnsen, Grauen, Hermannsburg, Misselhorn, Tiefental, Dehningshof, Citronenberg, Wildeck, Rebberlah, Eschede, Habighorst, Burghorn, Beedenbostel, Lachendorf, Oppershausen, Wienhausen, Bockelskamp, Osterloh, Altencelle, Celle, Boye, Gut Holtau, Stedden, Winsen (Aller), Südwinsen, Wietze, Wieckenberg, Lindwedel, Hope, Vesbeck, Helstorf, Mandesloh.
In Wietze/Wieckenberg gibt es eine Alternativstrecke (ca. 6 km länger) von der "Stechinelli-Kapelle" zum "Waldschmiedemuseum". |
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Informationen zur Tour
Der Jakobusweg Lüneburger Heide führt die Pilger durch die landschaftliche Vielfalt der Region Celle, bekannt durch ihre ausgedehnten Wälder, einsamen Moore, glasklaren Heidebäche, wunderschönen Heideflächen und den offenen Blick auf die Allerwiesen vorbei an Kulturdenkmälern, Großsteingräbern, sowie längst vergessenen Wallfahrtskirchen und -kapellen.
Neben der Vielzahl an unterschiedlichen Kirchen, die man auf dieser Pilgertour besichtigen kann, sind die Kirchen, die einen freistehenden hölzernen Glockenturm besitzen, charakteristisch/typisch für die Lüneburger Heide. Besonders lohnenswert ist der Besuch des ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosters Wienhausen, eines der bekanntesten 6 Heideklöster.

Große Kreuzkirche in Hermannsburg
Der Jakobusweg Lüneburger Heide kommt von Hittfeld über Wolterdingen nach Soltau und verläuft von Soltau nach Wietzendorf.
In Soltau beginnt die Pilgertour an der Touristinformation. Von hier aus geht die Pilgerreise zur Luther-Kirche in Soltau. Nach Besichtigung der Kirche führt die Tour an den Bahngleisen entlang zur "Großen Aue", einem idyllischen Feuchtbiotop, und dann auf einem Waldweg zum Tierheim Tiegen. Die Pilgerreise führt die Pilger über die Autobahn ein kleines Stück an der Panzerringstraße entlang und dann auf Feldwegen zum Südseecamp Wietzendorf, ein großer Campingplatz, wo die Pilger rasten und übernachten können. Von dort geht es weiter nach Wietzendorf. Der staatlich anerkannte Erholungsort Wietzendorf ist bekannt durch sein berühmtes Honigfest und ein bronzene Imkerfigur vor der St. Jakobi-Kirche unterstreicht diese Besonderheit. Die nach dem Schutzpatron der Pilger benannnte Kirche ist eine verlässlich geöffnete Kirche und die Pilger können sich hier oder im Rathaus den Pilgerstempel abholen. In der Pilgerherberge Hotel Hartmann können die Pilger übernachten.
Von dort geht es durch das Naturschutzgebiet "Großes Moor" nach Bergen.
In Bergen sollte man unbedingt das "Heimatmuseum Römstedthaus" besichtigen.
Dort sind unter anderem Funde ausgestellt, die man in dem "Großsteingrab bei Siddernhausen" und in den "Hügelgräbern" um Wohlde gefunden hat, sowie die noch erhaltene Tür der ehemaligen Wohlder Wallfahrtskapelle, dem "Waldkirchlein".
Von Bergen führt die Pilgertour zur ehemaligen Wohlder Wallfahrtskapelle. Im Wohlder "Cafe-Stübchen" können Sie sich ausruhen und Ihren Stempel abholen. Von dort geht es weiter über Siddernhausen vorbei am "Großsteingrab" bis zum "Hof Grauen".
Hier kann man bei Kaffee und Kuchen ein wenig "die Füße ausstrecken" und auch einen Stempel bekommen, bis man dann weiter nach Hermannsburg pilgert.
Hermannsburg ist bekannt durch die "Hermannsburger Mission" ("Ludwig Harms Haus"), aber auch durch seine große Anzahl an Kirchen, an der Zahl 5, davon 3 evangelische. Die "Hermannsburger Mission" ist nicht nur Pilgerherberge und Stempelstelle, hier gibt es auch ein Cafe, einen Andachtsraum, eine Buchhandlung und in der Dauerausstellung "Candace" kann sich der Pilger über die Missionsgeschichte und die Gegenwart informieren.
Von Hermannsburg führt die Pilgertour durch den "Naturpark Südheide" mit seinen schönsten Heideflächen im "Tiefental".
Besonders im August, wenn die Heide in ihrer violetten Pracht erstrahlt, ist dieser Streckenabschnitt besonders einzigartig.
Schon Mitte des 19. Jahrhunderts pilgerte "Ludwig Harms", der Gründer der "Hermannsburger Mission", zu den Missionsfesten mit der Festgemeinde ins "Tiefental" und erzählte dort den Teilnehmern von geschichtlichen Ereignissen in diesem Gebiet.
Von dort geht es dann "Zur Alten Fuhrmanns-Schänke", die an der alten Salzstraße nach Lüneburg liegt.
Hier können die Pilger einkehren oder übernachten: rustikal, gemütlich, aber einfach, im Heuhotel oder komfortabel im Doppel/Einzel-Zimmer.
Danach führt die Pilgertour über Rebberlah, einem sehr alten traditionsreichen Ort, nach Eschede zur Gedenkstätte für die Opfer des "ICE-Zugunglücks".
Eschede ist eines der alten Kerndörfer der Region, schon 1065 in einer Urkunde als "villa esge" erwähnt. Hier bekommt man den Stempel unter der Woche im Rathaus und am Wochenende findet man den Stempel in einem Kasten an der "St. Johanniskirche", da diese nur nach Voranmeldung zu besichtigen ist.
Übernachten kann man in der Pilgerherberge "Hotel Deutsches Haus".
Von Eschede geht die Pilgertour nach Habighorst auf einem kleinen Pfad entlang der "Aschau", über ein ehemaliges Rittergut.
Kurz vor Burghorn befindet sich auf der rechten Seite eine Erhebung: der "Galgenberg".
Dort, am "Hamburger Weg", dem alten "Fuhrmannsweg", wurden die in der Amtsvogtei Beedenbostel Verurteilten weithin sichtbar am Galgen aufgehängt.
Von Burghorn geht es dann auf einem gut ausgebauten Waldweg, der in einen asphaltierten Wirtschaftsweg übergeht, nach Beedenbostel.
Die "Martinskirche" in der ehemaligen Amtsvogtei Beedenbostel ist leider nicht immer geöffnet und man kann sie nur nach vorheriger Anmeldung besichtigen.
Von Beedenbostel verläuft die Pilgertour auf einem kleinen Pfad entlang der "Lachte" in den alten Ortskern von Lachendorf.
Lachendorf ist bekannt durch die "DREWSEN Papierfabrik".
Die Papiermacherkunst hat hier Tradition und reicht zurück bis in das Jahr 1538.
Von Lachendorf pilgert man durch den Wald bis Oppershausen. Sehenswert in Oppershausen ist die "Maria-Magdalenen-Kapelle", diese ist jedoch nur nach Anmeldung zu besichtigen.
Von Oppershausen geht es dann durch den historischen Ortskern von Wienhausen, an der Mühle entlang zur "St. Marien Kirche" und zum Kloster.
Das 1230 gegründete ehemalige "Zisterzienserinnen-Kloster" Wienhausen beherbergt in seinen Sammlungen einige Pilgerzeichen. Es ist das bekannteste der 6 Heideklöster. Hier bekommt man seinen Stempel und sollte unbedingt an einer Führung teilnehmen.
Im Haus der Stille bei "Frau Meinecke" kann man übernachten und die Eindrücke von der Pilgerreise in Ruhe auf sich wirken lassen.
Von Wienhausen geht es auf dem "Aller-Radweg" entlang durch Bockelskamp über die "Aller" nach Osterloh bis an die Landesstraße.
An der "Allerbrücke" verlässt die Pilgertour den "Aller-Radweg" und führt über die Brücke nach Altencelle zur "Gertrudenkirche".
Die "Gertrudenkirche" in Altencelle ist das älteste noch erhaltene Zeugnis vom "alten Celle". Nach vorheriger Anmeldung kann man die "Gertrudenkirche" besichtigen.
Von der "Gertrudenkirche" führt die Pilgertour in die Residenzstadt Celle mit seiner unvergleichlichen Fachwerkarchitektur: links an der Aller entlang, auf dem "Fischerdeich" weiter bis zum "Steintor". Sie pilgern nach rechts in die "Fritzenwiese" und links in die "Theo Wilkensstr.", queren den "Nordwall" und gelangen zum "Heiligen Kreuz". Von dort geht es rechts in die "Neue Straße" bis zum "Markt", vorbei am "Alten Rathaus" zur "Celler Stadtkirche St. Marien", wo die Pilger sich ihren Stempel abholen können.
Der Baubeginn der dreischiffigen gotischen Hallenkirche fällt mit der Zeit der Stadtgründung zusammen, bereits 1308 wurde sie vom "Bischof zu Hildesheim" als "St. Marienkiche" geweiht.
Übernachten können die Pilger in den Pilgerherbergen: "Schifferkrug" in der "Speicherstraße" und im "Hotel 9 ¾" an der der "Bahnhofstraße".
Von der "Stadtkirche St. Marien" geht es weiter, vorbei am "Bomann Museum", eines der schönsten und größten Regionalmuseen Norddeutschlands zum "Herzogschloss" der Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg.
1318 als "castrum" erstmals erwähnt, stammt es in seinen ältesten Teilen aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das "Celler Schloss" mit dem Residenzmuseum, dem ältesten noch bespielten Barocktheater und der Schlosskapelle sollte man unbedingt auf der Pilgerreise besichtigen.
Nach dem Besuch des Schlosses geht es rechts durch den Schlosspark zum "Thaerplatz". Sie queren den "Thaerplatz", wandern durch die grünen Triftanlagen bis zum Kreisel, queren den Kreisel und gehen nach rechts über die "Allerbrücke", biegen links den Fußweg in die "Kampstraße" und anschließend in den "Tribühnenbusch" ein.
Dann führt die Pilgertour wunderschön an der "Aller" entlang mit Blick auf die "Allerwiesen" bis nach Boye.
Boye mit seinem historischen alten Ortskern, bestehend aus Jahrhunderte alten Bauerngehöften und einer gepflegten Gastronomie, lädt zum Verweilen ein.
Von Boye geht es weiter an der "Aller" entlang bis zum "Gut Holtau".
Auf dem "Gut Holtau" können die Pilger "Frisches vom Lande" in dem Hofladen kaufen.
Vom "Gut Holtau" führt die Pilgertour über Stedden, über die kleine "Winsener Heidefläche", vorbei am "Winser Museumshof" zur "St. Johannis Kirche" in Winsen.
Die "St. Johanniskirche" ist eine verlässlich geöffnete Kirche und kann von Frühjahr bis Herbst jederzeit besichtigt werden.
Im ehrenamtlich betriebenen Kulturcafe der Kirchengemeinde bekommt man nicht nur den Stempel, sondern hier können sich die Pilger bei Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.
Im "Hotel Stadt Bremen" können die Pilger übernachten.
Von Winsen führt die Pilgertour dem Verlauf der "Aller" folgend durch die "Allerwiesen" zum "Deutschen Erdölmuseum" in Wietze.
Wietze ist Wiege und Ursprung der deutschen Erdölförderung und im "Deutschen Erdölmuseum" kann man sich über diesen Rohstoff informieren.
Die Kirche "St. Michael Wietze/Steinförde" und die "Stechinelli-Kapelle" in Wieckenberg sind nur nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen. Besonders die von "Francesco Maria Capellini", genannt "Stechinelli", entworfene und 1692 errichtete Barockkapelle in Wietze-Wieckenberg sollte man auf seiner Pilgertour gesehen haben.
In Wieckenberg kann man noch einen kleinen Abstecher zur "Waldschmiede", einer parkähnlichen Anlage, machen.
Hier wird die mittelalterliche Verhüttung von Raseneisenstein zu Eisen gezeigt.
Übernachten können die Pilger bei der Familie "Buske" in "Buskes Hotel Steinförde".
Von Wietze führt die Pilgertour durch ein großes Waldgebiet bis nach Lindwedel. In Lindwedel gibt es für die Pilger die Möglichkeit im Heidehotel "Zum Stillen Winkel" zu übernachten.
Von dort aus führt die Pilgerroute über Hope, Vesbeck nach Mandelsloh. Mandelsloh ist eine alte Gerichtsstätte von 980.
Pilgerzeichen finden sich in der kreuzförmigen "Pfeilerbasilika", der "St. Osdag Kirche".
Von Mandelsloh geht die Pilgertour zum "Zisterzienserinnen-Kloster Mariensee" aus dem Jahre 1231, in dem sie ihren Stempel bekommen und auch übernachten können.

Pilgergottesdienst

Pilger in der Region Celle
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