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Kleine Gaußtour Müden (Örtze)

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Müden (Örtze)
Streckenverlauf:Gerdehaus, Hausselberg, Neu Lutterloh, Lutterloh, Weesen
Ziel:Müden (Örtze)
Länge:36,87 km
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kartenmaterial:Freizeitkarte Celler Land und Oberes Örtzetal.
Fahrrad, Wandern, Urlaub und Auto.
Maßstab 1:60.000.

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Informationen zur Tour

Diese Fahrradtour führt Sie durch die abwechslungsreiche Landschaft des Naturparks
Südheide zu den Gauß`schen Vermessungssteinen, dem Gaußstein auf dem Hausselberg und nach Breitenhorn bei Unterlüß.

Heide bei Lutterloh

Die Gaußtour führt Sie von Müden (Örtze) über Gerdehaus und den "Hausselberg" am ersten "Gaußstein" vorbei. An der Heide bei Neuohe vorbei geht es weiter nach Neu Lutterloh und über die "K 17". Sie erreichen den zweiten "Gaußstein" bei Breitenhorn. Über Lutterloh und Weesen geht es zurück nach Müden (Örtze). Der dritte "Gaußstein" steht bei Scharnhorst - Eschede und liegt nicht direkt an der Tour. Der Namensgeber dieser Steine, "Carl Friedrich Gauß" (1777-1855), war ein berühmter Wissenschaftler der Physik, Astronomie und Mathematik. "Rechnen konnte ich, als ich noch nicht reden konnte", pflegte Gauß zu sagen. Carl Friedrich Gauß führte von 1821 bis 1823 zwischen den Sternwarten Göttingen und Hannover eine Gradmessung durch. Diese Messungen wurden bei der Hannoverschen Landesvermessung mitverwertet, die Carl Friedrich Gauß im Auftrag der hannoverschen Landesregierung zwischen 1825 und 1845 leitete. Dafür legte Gauß ein Dreiecksnetz für das gesamte Gebiet des ehemaligen Königreichs Hannover an und bestimmte die Koordinaten von 2600 trigonometrischen Punkten. In der praktischen Ausführung erwiesen sich die Arbeiten manchmal als schwierig. In bewaldeten Gegenden mussten Schneisen geschlagen werden, um von Dreieckspunkt zu Dreieckspunkt messen zu können. Wobei der Teil, der sich auf die Lüneburger Heide bezog, sich als nicht so einfach herausstellte. So schrieb Carl Friedrich Gauß 1822: "Das Land überall flach, keine dominierenden Punkte, überall Holz, teils in großen Waldungen, wie der Hassel, der Süsing, das Becklinger Holz etc., teils in unzähligen kleinen Kämpen, die sich schachbrettartig voreinander schieben". Es fanden sich schließlich zwei Dreiecke im Herzen der Heide mit den Punkten Wulfsode - Hausselberg - Wilsede und Hausselberg - Wilsede - Falkenberg. Die Verbindung nach Norden und Süden ließ sich jedoch zunächst nicht klären. Um z.B. den "Hausselberg" nicht aufgeben zu müssen, hat Gauß noch die beiden Punkte "Breitenhorn" und "Scharnhorst" eingeschaltet. Am Ende entstand eine Gradvermessungskette vom Inselberg in Thüringen über Göttingen bis nach Altona/Hamburg. Abgebildet war dieses Netz auf der Rückseite des "alten" zehn Markscheines, die Vorderseite zeigt Carl Friedrich Gauß. Bei der Gradmessung wurden die Punkte durch Pfeiler mit einer oben aufliegenden Platte gekennzeichnet. Diese Kennzeichnungen wurden jedoch überwiegend zerstört. Erst um 1860 wurden dann viele dieser Punkte durch Offiziere des Hannoverschen Generalstabes nachträglich mit Sandsteinpfeilern mit der Aufschrift "Königl. Hann. Land. Verm." versehen. Solch ein "Gaußstein" stand bis in die 50iger Jahre auf dem "Hausselberg". Anlässlich des 150. Todestages von Carl Friedrich Gauß im Jahr 2005 ist nun wieder ein "Gaußstein" auf dem "Hausselberg" errichtet worden.

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